Bachstraße 3, 54518 Wittlich Tel.:06571/8011 Fax: 06571/8013
Bachstraße 3, 54518 Wittlich Tel.:06571/8011 Fax: 06571/8013

Die Hüftgelenkarthrose

Bei einer Arthrose am Hüftgelenk (Coxarthrose) spielen sich die Verschleißerscheinungen an der Knorpelschicht von Hüftkopf und/oder Hüftpfanne ab. Mit der Zeit nutzt der Knorpel immer mehr ab, sodass die knöchernen Gelenkanteile aufeinander reiben. Die Ursachen einer Hüftgelenkarthrose sind vielfältig: Neben einer erblichen Veranlagung, Übergewicht, Bewegungsmangel und einer chronischen Überlastung, etwa durch berufliche oder sportliche Tätigkeiten mit einer hohen Hüftgelenksbelastung, können auch Verletzungen, Erkrankungen oder (angeborene) Fehlstellungen, die die Hüfte direkt betreffen, die Entwicklung einer Hüftgelenksarthrose begünstigen. Dazu gehören z.B. eine angeborene Hüftdysplasie, eine Hüftkopfnekrose oder ein Impingement der Hüfte. Erste Anzeichen sind eine eingeschränkte Beweglichkeit und Schmerzen im Hüft- und Leistenbereich, vor allem zu Beginn des Gehens oder beim Treppabsteigen. Häufig steht der Leistenschmerz im Vordergrund. Die Schmerzen können jedoch auch im Bereich des Gesäßes oder zangenförmig um das Hüftgelenk herum auftreten. Im weiteren Verlauf treten die Schmerzen dann oft auch in Ruhe beim Liegen und Sitzen auf. Wie bei allen anderen Arthrosen, so kann es nach einer Überlastung zudem zu entzündlichen Reaktionen (aktivierte Arthrose) kommen.

Wie wird behandelt?

Ziel aller Behandlungsmethoden ist es, die Schmerzen des Patienten zu lindern und die Bewegungsfähigkeit möglichst zu erhalten bzw. weitgehend wiederherzustellen. Zugleich gilt es, erst einmal das gesamte konservative Behandlungsspektrum auszuschöpfen, um so eine operative Intervention möglichst lange hinauszuschieben bzw. im Idealfall sogar zu vermeiden. Im Vordergrund stehen die Einnahme von Medikamenten zur Schmerzlinderung und Eindämmung der Entzündung bis hin zu verschiedenen physikalischen Maßnahmen. Ergänzend kann eine Hyaluronsäure-Therapie infrage kommen, um den weiteren Verschleiß zu verlangsamen. Der Patient selbst kann ebenfalls viel zu einer Verbesserung seiner Beschwerden beitragen, indem er das Gelenk konsequent entlastet, z.B. durch einen Abbau von Übergewicht und der konsequenten Vermeidung von Tätigkeiten, die mit einer Fehl- bzw. Überlastung der Hüftgelenke einhergehen. 

Bei einem weit fortgeschrittenen Knorpelverschleiß kann es allerdings sein, dass nur noch ein künstlicher Gelenkersatz eine geeignete Therapieoption ist. Moderne Prothesen erlauben heute eine maximale Beweglichkeit und Stabilität bei gleichzeitiger korrekter physiologischer Ausrichtung und stabiler Befestigung des Implantats.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Orthopädie an der Lieser